Informationen zur Handhabung des Immobilienpreisspiegels
Es wurden alle Mitgliedsbetriebe der Immobilien- und Vermögenstreuhänder und die Sachverständigen für das Immobilienwesen in ganz Österreich eingeladen, sich mit Hilfe von Datenerfassungsbögen an dieser Marktstudie zu beteiligen. Der Fachverband der Immobilien- und Vermögenstreuhänder dankt allen Mitgliedsunternehmen und den Sachverständigen, die an der Datenerhebung teilgenommen haben, sehr herzlich für die wertvolle Unterstützung.
Der Preisspiegel wurde in den letzten Jahren evaluiert und deutlich erweitert. Das gilt in dieser Ausgabe insbesondere für die Kategorien "Eigentumswohnungen-Erstbezug / Mietwohnungen / Büroflächen". Hier finden Sie die aktuellen Werte mit dem Stichtag 31.12.2022 - und soweit es Ergebnisse aus der Vorjahresausgabe gibt - im Vergleich die Werte aus dem Preisspiegel 2022 (Stichtag 31.12.2021).
In allen übrigen Kategorien finden Sie in dieser Ausgabe wie gewohnt einen direkten Vergleich mit dem Vorjahr. In den Datenblättern finden Sie daher die aktuellen Werte unter der Spalte "PS 2023" und die Werte aus dem Vorjahr unter der Spalte "PS 2022" ebenso die prozentuell ausgewiesenen Veränderungen, die durch die farbige Absetzung besonders hervorgehoben sind.
Folgende Objektkategorien wurden erhoben:
Die Studie reflektiert nicht die erzielbaren Preise, bezogen auf das Einzelobjekt, sondern zeigt als Marktstudie einen statistisch errechneten Durchschnittswert, der im Vorjahr erzielten Immobilienpreise. Es handelt sich hier um Transaktionswerte und nicht um Angebotspreise.
Die in den Tabellen aufscheinenden Durchschnittspreise sind jeweils der Durchschnitt der in der Erhebung ermittelten Einzelpreise; es wurde jeweils das arithmetische Mittel errechnet. In der Praxis können natürlich auch höhere und niedrigere Preise für ein Einzelobjekt erzielt werden. Extremwerte wurden bei der Auswertung der Erhebungen ausgeschieden. In einzelnen Kategorien kann es vorkommen, dass zu wenig Vergleichswerte für eine statistische Auswertung zur Verfügung stehen, weil es in dieser Region für diese Kategorie zu wenig Transaktionen gibt. In diesem Fall ist das durch einen Bindestrich "-" in diesem Datenfeld gekennzeichnet oder das Feld ist leer.
Hinweis - Bezirk Wien-Umgebung
Am 24. September 2015 wurde vom Niederösterreichischen Landtag die Auflösung des Bezirks Wien-Umgebung beschlossen. Die Änderung wurde mit 01.01.2017 wirksam. Klosterneuburg wurde an den Bezirk Tulln angeschlossen. Der Bezirk Korneuburg wurde um Gerasdorf erweitert. Gablitz, Mauerbach, Pressbaum, Purkersdorf, Tullnerbach und Wolfsgraben fielen dem Bezirk St. Pölten-Land zu. Der Bezirk Bruck an der Leitha wurde um Ebergassing, Fischamend, Gramatneusiedl, Himberg, Klein-Neusiedl, Lanzendorf, Leopoldsdorf, Maria-Lanzendorf, Moosbrunn, Rauchenwarth, Schwadorf, Schwechat und Zwölfaxing erweitert.
In den Datentabellen ist der Bezirk Wien-Umgebung seit der Ausgabe 2018 nicht mehr enthalten.
Der Erhebungszeitraum bezieht sich auf Transaktionen mit Stichtag 31.12.2023. Alle Durchschnittspreise sind in Eurobeträgen pro Quadratmeter (und nicht als Gesamtkaufpreis) angegeben. Bei den angegebenen Durchschnittsmieten handelt es sich um die Nettomiete pro Quadratmeter OHNE Betriebskosten und OHNE gesetzliche Umsatzsteuer. Bei den Durchschnittsverkaufspreisen ist keine Umsatzsteuer enthalten, diese Beträge sind umsatzsteuerneutral. Bei Verkauf einer Eigentumswohnung als Anlegerwohnung mit separatem Umsatzsteuerausweis ist der Betrag einschließlich der Umsatzsteuer zu Grunde zu legen.
Allgemeine Informationen zu den Lagekriterien von Wohnimmobilien:
Besonders positiv zu bewerten sind Kriterien wie beispielsweise
Bis hin zu
In dieser Schwankungsbreite bewegen sich auch die Einordnungen in die Lagekriterien.
Abkürzungen
Die Abkürzungen in den Kategorien "Eigentumswohnungen - Erstbezug, gebrauchte Eigentumswohnungen, Reihenhäuser, Einfamilienhäuser" stehen für:
e.W. = einfacher Wohnwert
m.W. = mittlerer Wohnwert
g.W. = guter Wohnwert
s.g.W. = sehr guter Wohnwert
Wohnwert
Siehe Erläuterungen zu den einzelnen Kategorien.
Der Immobilienpreisspiegel 2019 wurde strukturell zum Großteil grundlegend geändert. Die bis zum Jahr 2018 gültigen Strukturen wurden wie folgt in die neuen Strukturen migriert. Nicht erwähnte Objektarten (Geschäftslokale Mieten, Baugrundstücke für freistehende Einfamilienhäuser, Grundstücke Betriebsansiedlung) wurden keiner Migration unterzogen.
Büroflächen Mieten
Alte Kategoriebezeichnung | Neue Kategoriebezeichnung |
| einfacher Nutzungswert | Nebenlage - brauchbarer Zustand |
guter Nutzungswert | 1b-Lage - brauchbarer Zustand |
sehr guter Nutzungswert | 1a-Lage - brauchbarer Zustand |
Eigentumswohnungen - Erstbezug
Alte Kategoriebezeichnung | Neue Kategoriebezeichnung |
mäßige Wohnlage-einfacher Wohnwert mäßige Wohnlage-mittlerer Wohnwert mäßige Wohnlage-guter Wohnwert | mäßige Wohnlage – bis 100 m² - durchschnittlicher Wohnwert |
mäßige Wohnlage-sehr guter Wohnwert | mäßige Wohnlage – bis 100 m² - sehr guter Wohnwert |
normale Wohnlage-einfacher Wohnwert normale Wohnlage-mittlerer Wohnwert normale Wohnlage-guter Wohnwert | normale Wohnlage – bis 100 m² - durchschnittlicher Wohnwert |
normale Wohnlage-sehr guter Wohnwert | normale Wohnlage – bis 100 m² - sehr guter Wohnwert |
gute Wohnlage-einfacher Wohnwert gute Wohnlage-mittlerer Wohnwert gute Wohnlage-guter Wohnwert | gute Wohnlage – bis 100 m² - durchschnittlicher Wohnwert |
gute Wohnlage-sehr guter Wohnwert | gute Wohnlage – bis 100 m² - sehr guter Wohnwert |
sehr gute Wohnlage-einfacher Wohnwert sehr gute Wohnlage-mittlerer Wohnwert sehr gute Wohnlage-guter Wohnwert | sehr gute Wohnlage – bis 100 m² - durchschnittlicher Wohnwert |
sehr gute Wohnlage-sehr guter Wohnwert | sehr gute Wohnlage – bis 100 m² - sehr guter Wohnwert |
Gebrauchte Eigentumswohnungen
Alte Kategoriebezeichnung | Neue Kategoriebezeichnung |
mäßige Wohnlage-einfacher Wohnwert | mäßige Wohnlage – einfacher Wohnwert |
mäßige Wohnlage-mittlerer Wohnwert mäßige Wohnlage-guter Wohnwert | mäßige Wohnlage – durchschnittlicher Wohnwert |
mäßige Wohnlage-sehr guter Wohnwert | mäßige Wohnlage – sehr guter Wohnwert |
normale Wohnlage-einfacher Wohnwert |
normale Wohnlage – einfacher Wohnwert |
normale Wohnlage-mittlerer Wohnwert normale Wohnlage-guter Wohnwert | normale Wohnlage – durchschnittlicher Wohnwert |
normale Wohnlage-sehr guter Wohnwert | normale Wohnlage – sehr guter Wohnwert |
gute Wohnlage-einfacher Wohnwert | gute Wohnlage – einfacher Wohnwert |
gute Wohnlage-mittlerer Wohnwert gute Wohnlage-guter Wohnwert | gute Wohnlage – durchschnittlicher Wohnwert |
gute Wohnlage-sehr guter Wohnwert | gute Wohnlage – sehr guter Wohnwert |
sehr gute Wohnlage-einfacher Wohnwert | sehr gute Wohnlage – einfacher Wohnwert |
sehr gute Wohnlage-mittlerer Wohnwert sehr gute Wohnlage-guter Wohnwert | sehr gute Wohnlage – durchschnittlicher Wohnwert |
sehr gute Wohnlage-sehr guter Wohnwert | sehr gute Wohnlage – sehr guter Wohnwert |
Alte Kategoriebezeichnung | Neue Kategoriebezeichnung |
mittlerer Wohnwert / bis 60 m² | normale Wohnlage – brauchbarer Zustand – bis 50 m² |
mittlerer Wohnwert / ab 60 m² | normale Wohnlage – brauchbarer Zustand – ab 50 m² |
guter Wohnwert / bis 60 m² | gute Wohnlage – brauchbarer Zustand – bis 50 m² |
guter Wohnwert / ab 60 m² | gute Wohnlage – brauchbarer Zustand – ab 50 m² |
sehr guter Wohnwert / bis 60 m² | sehr gute Wohnlage – brauchbarer Zustand – bis 50 m² |
sehr guter Wohnwert / ab 60 m² | sehr gute Wohnlage – brauchbarer Zustand – ab 50 m² |
Baugrundstücke, die zur Bebauung mit freistehenden Einfamilienhäusern geeignet sind.
Die Lagekomponenten berücksichtigen die Struktur der Bebauung, die verkehrsmäßige Erschließung, die Versorgung mit öffentlichen Einrichtungen und Infrastruktur, andererseits auch allfällige Beeinträchtigungen.
Hinzu kommen Faktoren, die sich aus der historischen Entwicklung der Städte ergeben (besonders geschätzte Wohnlage, Villenlage etc.).
Grundstücke, die für eine Betriebsansiedlung geeignet sind.
Einfacher Nutzungswert:
Keine optimale Verkehrsanbindung, kaum Infrastruktur, kaum aufgeschlossen, Randlage.
Guter Nutzungswert:
Verkehrsmäßig günstig zu erreichen, gute Infrastruktur, aufgeschlossen.
Sehr guter Nutzungswert:
Ideale Verkehrsanbindung (z.B. Nähe Autobahnauffahrt, Gleisanschluss, Hafen im Nahbereich), sehr gute Infrastruktur, komplett aufgeschlossen.
Eigentumswohnung ohne PKW-Stellplatz. Neubau-Erstbezug oder Erstbezug nach umfassender Sanierung. Die Lage ist gesondert angegeben.
Neue Definition in drei Größenklassen und zwar „bis 50 m² Wohnfläche, bis 100 m² Wohnfläche und über 100 m² Wohnfläche“. Im Vergleich zur Kategorie „gebrauchte Eigentumswohnungen“ aber reduziert auf zwei Ausstattungsvarianten und zwar mit einer durchschnittlichen und einer sehr guten Ausstattung (=durchschnittlicher bzw. sehr guter Wohnwert). Bei den angegebenen Quadratmeterpreisen handelt es sich um einen Endverbraucherpreis.
Durchschnittliche Ausstattung:
Standard lt. Bauausschreibung.
Sehr gute Ausstattung:
hochwertige (Zusatz-)Ausstattung (insbesondere bei den Böden, Sanitäranlagen, moderne Heizsysteme, technische Infrastruktur), großzügige Freiflächen (Balkon, Terrasse, Garten), repräsentative Architektur.
Lagekriterien: Siehe Allgemeines / Allgemeine Information zu den Lagekriterien von Wohnimmobilien
3-Zimmer Eigentumswohnung, durchschnittlich 70 m² Wohnfläche, ohne PKW-Stellplatz, in einer mäßigen, normalen, guten bzw. sehr guten Wohnlage. Lagekriterien: Siehe Allgemeines / Allgemeine Information zu den Lagekriterien von Wohnimmobilien
Der mittlere und gute Wohnwert aus den Detailwerten in der Ausgabe 2018 wurde ab 2019 zu einem durchschnittlichen Wohnwert zusammengeführt.
Durchschnittlicher Wohnwert:
gute Ausstattung und Bausubstanz, Sanitäranlagen und Heiztechnik in gutem Zustand.
Sehr guter Wohnwert:
erstklassige Ausstattung und Bausubstanz, hochwertige Böden, Sanitäranlagen und Heiztechnik in neuwertigem Zustand.
Gebrauchte, gekoppelte Häuser und verdichtete Flachbauhäuser mit durchschnittlich 100 m² Wohnfläche, Garage oder Stellplatz und ortsüblich großem Grundstück in einer mäßigen, normalen, guten bzw. sehr guten Wohnlage. Lagekriterien: Siehe Allgemeines / Allgemeine Information zu den Lagekriterien von Wohnimmobilien
Einfacher Wohnwert:
einfache Ausstattung, brauchbare Bausubstanz, Investitionsbedarf vorhanden.
Der mittlere und gute Wohnwert aus den Detailwerten in der Ausgabe 2018 wurde ab 2019 zu einem durchschnittlichen Wohnwert zusammengeführt.
Durchschnittlicher Wohnwert:
gute Ausstattung und Bausubstanz, Sanitäranlagen und Heiztechnik in gutem Zustand.
Sehr guter Wohnwert:
erstklassige Ausstattung und Bausubstanz, hochwertige Böden, Sanitäranlagen und Heiztechnik in neuwertigem Zustand.
(Gebrauchte) Einfamilienhäuser mit durchschnittlich 150 m² Wohnfläche, Garage oder Stellplatz und ortsüblich großem (Garten-)Grundstück in einer mäßigen, normalen, guten bzw. sehr guten Wohnlage. Lagekriterien: Siehe Allgemeines / Allgemeine Information zu den Lagekriterien von Wohnimmobilien. Der Grundstücksanteil ist im angegebenen Quadratmeterpreis bereits enthalten.
Einfacher Wohnwert:
einfache Ausstattung, brauchbare Bausubstanz, Investitionsbedarf vorhanden.
Der mittlere und gute Wohnwert aus den Detailwerten in der Ausgabe 2018 wurde ab 2019 zu einem durchschnittlichen Wohnwert zusammengeführt.
Durchschnittlicher Wohnwert:
gute Ausstattung und Bausubstanz, Sanitäranlagen und Heiztechnik in gutem Zustand.
Sehr guter Wohnwert:
erstklassige Ausstattung und Bausubstanz, hochwertige Böden, Sanitäranlagen und Heiztechnik in neuwertigem Zustand.
Neue Definition für Mietwohnungen auf Basis der Lage in Kombination mit der Ausstattung. Bei der Wohnlage werden die Begriffe „mäßige, normale, gute und sehr gute Wohnlage“ wie auch bei den anderen Kategorien Wohnen/Kauf bereits verwendet.
Beim brauchbaren Zustand ist von einer Standardausstattung auszugehen. Die Wohnung ist bezugsfertig.
Beim neuwertigen Zustand wird eine sehr gute Ausstattung vor allem hochwertige Böden sowie Sanitäranlagen, moderne Technik vorausgesetzt. Beim neuwertigen Zustand sind auch großzügige Freiflächen (Balkon, Terrasse) anzunehmen.
Neue Definition für die Büroflächen auf Basis der Lagekriterien (1a- und 1b-Lage bzw. Nebenlage wie bei der Kategorie Geschäftsflächen) in Kombination mit der Ausstattung.
Beim brauchbaren Zustand ist von bezugsfertigen Büroflächen auszugehen, die allerdings nicht über die moderne technische Ausstattung wie beim neuwertigen Zustand verfügen.
Beim neuwertigen Zustand wird vorausgesetzt, dass die Büroflächen mit flexiblem Grundriss und nach modernen Erkenntnissen ausgestattet sind. Das können Flächen in einem Büroturm genau so sein, wie in einem repräsentativen Altbau, die entsprechend hochwertig saniert wurden.
Es handelt sich um (Portal-)Geschäftsflächen im Erdgeschoss. Die Begriffe 1a- und 1b-Lage bzw. Nebenlage entsprechen den in der Praxis gängigen Unterscheidungen. Eine 1a-Lage ist eine erstklassige Lage beispielsweise im Zentrum oder in einer Einkaufsstraße.
1b-Lagen sind in der Regel die Gegenden, die direkt an eine 1a-Lage angrenzen, beispielsweise die Nebenstraßen, die in der näheren Umgebung der Haupteinkaufsstraßen liegen. An die 1b-Lagen grenzen in weiterer Entfernung die Nebenlagen an.
Als Beurteilungskriterien werden dazu beispielsweise die Passantenfrequenz, die Branche und die geschlossene Geschäftszeile (Einkaufsstraße) herangezogen.
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